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Externenprüfungen

Die Externenprüfung ermöglicht Personen ohne formalen Berufsabschluss, die bereits über berufliche Erfahrung verfügen, den Zugang zur Abschlussprüfung vor der zuständigen Stelle nach § 45 Abs. 2 BBiG (Berufsbildungsgesetz) oder § 37 Abs. 2 HwO (Handwerksordnung).

Voraussetzung für den Zugang zur Prüfung ist, mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit im jeweiligen Beruf tätig gewesen zu sein oder auf andere Weise den Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit glaubhaft machen zu können. Ein Beispiel: Beträgt die vorgeschriebene Ausbildungszeit drei Jahre, wird vorausgesetzt, dass jemand mindestens 4,5 Jahre in dem jeweiligen Beruf tätig war.

Das Merkmal einer Externenprüfung ist die individuelle Vorbereitung auf eine Prüfung, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Viele nutzen die Möglichkeit, Vorbereitungskurse für die Prüfung zu besuchen. Zum Beispiel Angebote der Industrie- und Handelskammern oder der Handwerkskammern. Bei eher seltenen Berufsabschlüssen kann es vorkommen, dass keine Vorbereitungskurse angeboten werden. In diesem Fall sollte man sich an die für die Prüfung zuständigen Gremien wenden, um Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten zu erhalten.

Darüber hinaus können auch Absolventen und Absolventinnen von vollzeitschulischen Bildungsgängen mit einer Externenprüfung den Abschluss in einem anerkannten Beruf erwerben (§ 43 Abs. 2 BBiG oder § 36 Abs. 2 HwO).

Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung

Die Vorbereitung auf eine Externenprüfung kann mit Unterstützung des Betriebes auch berufsbegleitend erfolgen. In Absprache mit der zuständigen Kammer und einem Bildungsträger kann die Qualifizierung in einzelnen Modulen erfolgen. Sie sollen auf den bereits vorhandenen Qualifikationen aufbauen. Für die praktischen Anteile ist der Betrieb zuständig, er muss allerdings die volle Ausbildungsberechtigung haben.

Eine modulare Nachqualifizierung wird in zunehmend mehr Berufsfeldern angeboten.

Kurzfilm der "Zukunft im Zentrum GmbH" zur modularen Nachqualifizierung.

Fördermöglichkeiten

Je nach persönlichen Voraussetzungen gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten. So kann die Förderung über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter erfolgen, über die Bildungsprämie des Bundes oder den Bildungsscheck NRW oder auch über die Berufsgenossenschaften bzw. den Rententräger.

Bei einer berufsbegleitenden modularen Nachqualifizierung kann der Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit einen Antrag auf Förderung über das Programm WeGebAU stellen.

Beratungsangebote

Kammern, die eine Externenprüfung durchführen, bieten auch Beratungsmöglichkeiten an. Weitere Ansprechpartner sind die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Landesweit können Sie sich bei den Beratungsstellen für das Programm "Beratung zu beruflichen Entwicklung" beraten lassen, über unsere Beratungsstellensuche finden Sie die nächstgelegenen.

Weitere Informationen - unsere Linktipps

Perspektive Berufsabschluss
Ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das u. a. über die Externenprüfung informiert.

Planet Beruf
Die Internetseite der Agentur für Arbeit bietet auch Informationen zur Externenprüfung.

Südwestfälische Industrie- und Handelskammer
Hier findet man Informationen zum Ablauf einer Externenprüfung, ähnliche Informationsseiten bieten auch die anderen IHK's in NRW.

Zentralverband des deutschen Handwerks
Informationen des Dachverbandes zur Externenprüfung in Handwerksberufen.

Broschüre "One step up"

Die Broschüre des landesgeförderten Projektes "One step up" bietet einen Überblick über die Möglichkeiten einen Berufsabschluss nachzuholen.

PDF Download

Infotelefon berufliche Weiterbildung

0211 837-1929

Ein Angebot des Bürger- und ServiceCenters "Nordrhein-Westfalen direkt". Montag bis Freitag von 08:00 - 18:00 Uhr.

Es fallen die üblichen Telefonkosten an (Festnetz- oder Mobiltelefon).