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Für welche Weiterbildungen kann man einen Bildungsscheck erhalten?

Antwort zeigen oder verstecken Wofür kann der Bildungsscheck eingesetzt werden?

Der Bildungsscheck soll Beschäftigte und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Beschäftigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit durch lebensbegleitendes Lernen zu verbessern. Der Bildungsscheck kann eingesetzt werden für Angebote der beruflichen Weiterbildung mit einem engen Bezug zur Berufsausübung. Das sind Angebote, die sich an Beschäftigte und Berufsrückkehrende richten und die Fachwissen und fachübergreifende Kompetenzen zur Anwendung dieses Wissens vermitteln.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um

  • Kurse zur Erlangung beruflicher Sachkunde-/ Befähigungsnachweise,
  • Kurse zum Erwerb sozialer und methodischer Kompetenzen im Beruf/ im Unternehmen (z. B. "Kommunikation im Unternehmen", "Konfliktlösung im Betrieb", "Moderation von Teamsitzungen" usw.),
  • das Nachholen von Berufsabschlüssen,
  • Vorbereitungskurse für eine Externenprüfung,
  • Vorbereitungskurse zum Abschluss in einem Fortbildungsberuf.


Die geförderten Maßnahmen müssen innerhalb der Europäischen Union durchgeführt werden. Unerheblich ist hingegen, wo der Weiterbildungsanbieter seinen Sitz hat.

Antwort zeigen oder verstecken Keine Ausgabe von Bildungsschecks für:
  • Kurse zur beruflichen Weiterbildung oder zum Erwerb eines Sachkundenachweises, für die der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher Regelungen oder untergesetzlicher Normen Sorge zu tragen hat und deren Kosten vom Arbeitgeber zu übernehmen sind (z. B. beim Sicherheitsingenieur und beim Beauftragten für Immissionsschutz),
  • Weiterbildungsangebote zum Erwerb fachübergreifender Kompetenzen, die sich nicht auf den aktuellen oder zukünftigen beruflichen bzw. betrieblichen Kontext der beratenen Person beziehen,
  • Angebote, die der Erholung oder Gesundheitsprävention, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen oder künstlerischen Betätigung dienen,
  • Trainings, die dem Verkauf spezifischer Produkte dienen oder exklusiv durch den Hersteller durchgeführt werden (Produkt- / Herstellerschulungen),
  • individuell für den Betrieb angepasste Fortbildungen, die nicht zu Festpreisen am Markt angeboten werden und deren Angebot der Allgemeinheit nicht öffentlich zugänglich ist,
  • Fernlehrgänge zur beruflichen Weiterbildung, wenn sie nicht von der Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen sind und eine ZfU-Nummer haben,
  • den Erwerb- und die Erweiterung von Fahrerlaubnissen und Fahrausweisen jedweder Art (bspw. Fahrausweise für Flurförderzeuge, Erdbaumaschinen, Krane),
  • esoterische Weiterbildungsangebote (Reiki, Geistheiler usw.),
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf einen akademischen Abschluss zielen,
  • Kurse, die Beschäftigte bei ihrem Beschäftigungsunternehmen belegen,
  • Weiterbildungen von Beschäftigten, die dem Grunde nach einen Anspruch auf staatliche Förderung dieser Weiterbildungsmaßnahmen haben, wie z. B. nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG/ Aufstiegs-BAföG) oder von denen vorrangig die Bildungsprämie des Bundes zu nutzen ist,
  • Weiterbildungen, deren Kosten (Teilnahme- / Prüfungskosten) teilnehmerbezogen durch die öffentliche Hand kofinanziert werden,
  • Weiterbildungen für Beschäftigte, die nach § 81 ff. SGB III bereits gefördert werden,
  • Weiterbildungen, die von Bundes- oder Landesbehörden durchgeführt werden,
  • Weiterbildungen in Form von Einzelunterricht,
  • Weiterbildungsveranstaltungen mit einem Umfang von bis zu sechs Unterrichtsstunden,
  • Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Kongresse, Messen, Vortragsreihen; dazu gehören auch Seminarreihen, wie sie z. B. als drei- bis vierstündige Mitarbeiterseminare für Steuerberater angeboten werden. Solche Seminarreihen entsprechen nicht dem Verständnis beruflicher Weiterbildung beim Bildungsscheck.
  • Prüfungsgebühren ohne eine damit verbundene Kursteilnahme ebenso wie Wiederholungsprüfungen
Antwort zeigen oder verstecken Einsatz des Bildungsschecks bei Fernunterricht, Webinaren, E-Learning oder Blended Learning Angeboten

Sofern die Angebote den Anforderungen nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) genügen, kann der Bildungsscheck grundsätzlich eingesetzt werden. Nach dem FernUSG müssen Fernlehrgänge neben der Bereitstellung von Lehr- /Lernmitteln auch eine begleitende Unterstützung und Erfolgskontrolle (begleitender Unterricht) umfassen und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZfU) in Köln zugelassen (Zulassungsnummer!) sein. Die alleinige Zurverfügungstellung von Lehr-/Lernmaterialien oder Kurse ohne Zulassung entsprechen dem nicht.

Blended-Learning und E-Learning Seminare oder Webinare unterliegen nicht dem FernUSG, sofern hier anders als beim Fernunterricht keine asynchrone, sondern eine synchrone Kommunikationsform realisiert wird oder weniger als die Hälfte der Kenntnisse mit Hilfe von Medien realisiert wird. Hierfür kann der Bildungsscheck grundsätzlich eingesetzt werden.

Definition i. S. d. Fernunterrichtsschutzgesetzes § 1 Abs. 1: „Die Lehrenden und die Lernenden sind ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt, wenn mehr als die Hälfte (> 50%) der Kenntnisse und Fähigkeiten mithilfe von Medien (z.B. Lehrbriefe etc.) vermittelt wird, bei denen ein asynchroner Informationsaustausch vorliegt. Bei einem „virtuellen Klassenraum“ oder anderer synchroner Kommunikation (z.B. Live-Chat) ist jederzeit ein Kontakt wie in Präsenzveranstaltungen möglich, so dass eine „räumliche Trennung“ i. S. des Gesetzes nicht gegeben ist, obwohl Lernende und Lehrende sich an unterschiedlichen Orten aufhalten. Bei asynchronem Austausch (z. B. Weblog, Forum, Wiki als Lernhilfe etc.) ist die Voraussetzung der „räumlichen Trennung“ i. S. d. FernUSG gegeben. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit das Forum mit Fragen zu bestücken und Kommentare abzugeben. Die Möglichkeit, einer simultanen Antwort besteht nicht.“ (Quelle: www.zfu.de/fernunterricht.html).

Antwort zeigen oder verstecken Kann der Bildungsscheck auch für den Bildungsurlaub genutzt werden?

Ja, der Bildungsscheck kann auch für Angebote nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW ausgegeben werden, wenn es sich um Angebot zur beruflichen Weiterbildung handelt. Auch hier muss sichergestellt sein, dass mit dem Bildungsscheck nicht Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung bezuschusst werden, sondern ausschließlich Teilnahme- und Prüfungsentgelte sowie ggfs. die Anmeldegebühren für berufliche Weiterbildungen.

 

Weitere Informationen zum Bildungsurlaub NRW

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