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FAQ Bildungsscheck NRW

Ausgabebedingungen

Wer kann einen Bildungsscheck erhalten?

Im individuellen Zugang gelten ab dem 01.01.2016 die folgenden Konditionen für die Beantragung eines Bildungsschecks NRW:

  • Der Bildungsscheck richtet sich an Beschäftigte (auch in Elternzeit) mit (Haupt-)Wohnsitz oder Arbeitsstätte in NRW, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 30.000,- € (alleinstehend / einzeln veranlagter Ehepartner) bzw. 60.000,- € (gemeinsam veranlagt) nicht übersteigt, und deren privatrechtlicher Arbeitgeber (kein öffentlicher Dienst) weniger als 250 Personen beschäftigt (Stichtag: Tag der Beratung).
  • Zusätzlich sollen die Antragstellenden mindestens eines der folgenden Merkmale erfüllen: Migrationshintergrund (selbst oder ein Elternteil aus dem Ausland zugewandert), ohne Berufsabschluss, un- oder angelernt oder länger als vier Jahre nicht im Ausbildungsberuf tägig (ausgenommen Akademiker / Hochschulabsolventen), 50 Jahre und älter, befristet beschäftigt, als Zeitarbeitnehmer/-in beschäftigt, geringfügig beschäftigt (450,- Euro Job), teilzeitbeschäftigt bis 20 Stunden/Woche.
  • Berufsrückkehrende mit (Haupt-) Wohnsitz in NRW können einen Bildungsscheck erhalten, wenn sie
    a) keinen Anspruch auf Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben (z.B. Frauen, die ihre Berufstätigkeit aus anderen Gründen als Kindererziehung oder Pflege von Familienangehörigen unterbrochen haben),
    b) keinen Anspruch mehr gegenüber der BA haben, weil die hier gültigen Fristen überschritten sind oder
    c) die BA trotz grundsätzlicher Zuständigkeit eine Förderung der gewünschten beruflichen Weiterbildung abgelehnt hat.

Zu beachten ist hierbei:
- Berufsrückkehrende im ALG-I-Bezug können keinen Bildungsscheck erhalten.
- Während der Status als Berufsrückkehrende bei der BA solange erhalten bleibt, bis wieder ein Jahr versicherungspflichtig oder selbstständig gearbeitet wurde, gelten diese Personen beim Bildungsscheck nicht als Berufsrückkehrende, sondern als Beschäftigte.
- Personen, die zuvor nie berufstätig waren und nun eine Berufstätigkeit anstreben, sind keine Berufsrückkehrenden im Sinne des Bildungsschecks.
- Auch Personen, die ihre Erwerbstätigkeit wegen Arbeitslosigkeit und nicht aus privaten/persönlichen Gründen unterbrochen haben und während dieser Unterbrechung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, sind keine Berufsrückkehrenden im Sinne des Bildungsschecks.

Im betrieblichen Zugang gelten ab dem 01.01.2016 die folgenden Konditionen für die Beantragung eines Bildungsschecks NRW:
  • Unternehmen des Privatrechts mit Arbeitsstätte in NRW, die mindestens einen und weniger als 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben (Stichtag: Tag der Beratung), können im Zeitraum von 2 Jahren für maximal 10 ihrer Beschäftigten einen Bildungsscheck erhalten, wenn deren Arbeitnehmerbrutto den Betrag von 39.000,- Euro im Jahr nicht übersteigt.
Wie oft kann man einen Bildungsscheck erhalten?

Im individuellen Zugang können diejenigen, die die Voraussetzungen erfüllen, im Zeitraum von zwei Jahren einen Bildungsscheck in Anspruch nehmen.

Im betrieblichen Zugang erhalten Unternehmen innerhalb von zwei Kalenderjahren bis zu zehn Bildungsschecks. Pro Beschäftigtem darf dabei innerhalb dieses Zeitraums nur ein Bildungsscheck eingesetzt werden.

An wen richtet sich der Bildungsscheck nicht?

Der Bildungsscheck richtet sich nicht an:

  • Selbständige und Freiberufler/-innen, Existenzgründer/-innen sowie mitarbeitende und angestellte Betriebsinhaber/-innen und Eigentümer/-innen,
  • Personen, die Leistungen nach dem SGB III erhalten (sogen. ALG I-Empfänger/-innen),
  • Schüler/-innen, Studierende, Auszubildende (auch dann nicht, wenn eine Nebentätigkeit oder ein Minijob vorliegt),
  • Praktikantinnen und Praktikanten, Volontärinnen und Volontäre ohne sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis,
  • Bundesfreiwilligendienstleistende sowie Teilnehmende am Freiwilligen oder Ökologischen Sozialen Jahr,
  • Beschäftigte bei Bund und Ländern sowie bei rechtlich selbständigen Unternehmen, an denen Bund oder Länder zu mehr als 50% beteiligt sind (Öffentlicher Dienst),
  • Beschäftigte bei sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts:
    a. Gebietskörperschaften (z.B Gemeinden und Kreise)
    b. Verbandskörperschaften (z.B. Landschaftsverbände)
    c. Personalkörperschaften (z.B. Ärztekammern, Rechtsanwaltskammern, Universitäten)
    d. Realkörperschaften (z.B. IHK, Handwerkskammern).
Wie wird die Anzahl der Beschäftigten im Unternehmen gezählt?

Bei der Berechnung der Beschäftigtenzahl eines Unternehmens sind folgende Beschäftigtengruppen bezogen auf Jahresarbeitseinheiten (= Vollzeitbeschäftigung während eines Jahres) zu berücksichtigen:

  1. Lohn- und Gehaltsempfänger/-innen, auch Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte (Minijobber)
  2. Für das Unternehmen tätige Personen, die in einem Unterordnungsverhältnis zu diesem stehen und nach nationalem Recht Arbeitnehmern bzw. Arbeitnehmerinnen gleichgestellt sind
  3. Mitarbeitende Eigentümer/-innen
  4. Teilhaber bzw. Teilhaberinnen, die eine regelmäßige Tätigkeit in dem Unternehmen ausüben und finanzielle Vorteile aus dem Unternehmen ziehen

Bei der Berechnung der Beschäftigten im Bildungsscheckverfahren werden Auszubildende nicht mitgezählt. Beispiel: Ein Unternehmen mit 245 Beschäftigten der o. g. Kategorien 1. bis 4. und zuzüglich zehn Auszubildende kann Bildungsschecks in Anspruch nehmen.

Können Auszubildende den Bildungsscheck bekommen?

Nein, die Förderung bezieht sich auf die berufliche Weiterbildung und
nicht auf die berufliche Ausbildung. Die Qualifizierung von Auszubildenden, die auf Basis eines Ausbildungs- und nicht eines Arbeitsvertrages beschäftigt sind,
obliegt der originären Verantwortung des Ausbildungsbetriebes.

Kann der Bildungsscheck auch während der Mutterschaftszeiten oder des Erziehungsurlaubs ausgestellt werden?

Ja, sofern das Beschäftigungsverhältnis während der Zeit fortbesteht.

Welche Konditionen gelten für den Bildungsscheck NRW?

Aktuelle Regeln seit dem 01.01.2016
  • Mit dem Bildungsscheck werden berufliche Weiterbildungen zu 50 %, maximal jedoch mit 500,- € bezuschusst.
  • Kursgebühren oder -entgelte im Sinne des Bildungsschecks decken nur die Teilnahme- und Prüfungsgebühren sowie ggfs. die Anmeldegebühren ab, nicht jedoch die Fahrtkosten, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung oder gesondert ausgewiesene teilnehmerbezogene Kosten für Lehr- und Lernmittel.
  • Im betrieblichen Zugang können Unternehmen des Privatrechts mit mindestens einem und weniger als 250 Beschäftigten innerhalb von zwei Kalenderjahren bis zu zehn Bildungsschecks in Anspruch nehmen. Der einzelne Beschäftigte darf nur einmal innerhalb von zwei Kalenderjahren einen betrieblichen Bildungsscheck nutzen. Sein Einkommen darf maximal 39.000,- brutto (Arbeitnehmerbrutto) jährlich betragen.
  • Für berufliche Weiterbildungen, bei denen die Beschäftigten einen individuellen Anspruch auf Förderung durch das AFBG (Aufstiegs-BAföG) haben, können weder im betrieblichen noch im individuellen Zugang Bildungsschecks ausgegeben werden.
  • Im individuellen Zugang richtet sich der Bildungsscheck an Beschäftigte aus Unternehmen des Privatrechts mit weniger als 250 Mitarbeitern und an Berufsrückkehrende. Sie können alle zwei Kalenderjahre einen Bildungsscheck erhalten, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen 30.000,- € (alleinstehend) bzw. 60.000,- € (verheiratet) nicht übersteigt.
  • Innerhalb zweier Kalenderjahre können Beschäftigte über den individuellen und über den betrieblichen Zugang je einen Bildungsscheck erhalten.
  • Beschäftigte, die die Förderkonditionen der Bildungsprämie des Bundes erfüllen, müssen den Prämiengutschein vorrangig nutzen.
  • Der Kurs darf frühestens am Tag nach der Bildungsscheckberatung beginnen (Datum der Bildungsscheckausgabe).

Für welche Weiterbildungen kann man einen Bildungsscheck erhalten?

Wofür kann der Bildungsscheck eingesetzt werden?

Der Bildungsscheck soll Beschäftigte und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Beschäftigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit durch lebensbegleitendes Lernen zu verbessern. Der Bildungsscheck kann eingesetzt werden für Angebote der beruflichen Weiterbildung mit einem engen Bezug zur Berufsausübung. Das sind Angebote, die sich an Beschäftigte und Berufsrückkehrende richten und die Fachwissen und fachübergreifende Kompetenzen zur Anwendung dieses Wissens vermitteln.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um

  • Kurse zur Erlangung beruflicher Sachkunde-/ Befähigungsnachweise,
  • Kurse zum Erwerb sozialer und methodischer Kompetenzen im Beruf/ im Unternehmen (z. B. "Kommunikation im Unternehmen", "Konfliktlösung im Betrieb", "Moderation von Teamsitzungen" usw.),
  • das Nachholen von Berufsabschlüssen,
  • Vorbereitungskurse für eine Externenprüfung,
  • Vorbereitungskurse zum Abschluss in einem Fortbildungsberuf.


Die geförderten Maßnahmen müssen innerhalb der Europäischen Union durchgeführt werden. Unerheblich ist hingegen, wo der Weiterbildungsanbieter seinen Sitz hat.

Keine Ausgabe von Bildungsschecks für:
  • Kurse zur beruflichen Weiterbildung oder zum Erwerb eines Sachkundenachweises, für die der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher Regelungen oder untergesetzlicher Normen Sorge zu tragen hat und deren Kosten vom Arbeitgeber zu übernehmen sind (z. B. beim Sicherheitsingenieur und beim Beauftragten für Immissionsschutz),
  • Weiterbildungsangebote zum Erwerb fachübergreifender Kompetenzen, die sich nicht auf den aktuellen oder zukünftigen beruflichen bzw. betrieblichen Kontext der beratenen Person beziehen,
  • Angebote, die der Erholung oder Gesundheitsprävention, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen oder künstlerischen Betätigung dienen,
  • Trainings, die dem Verkauf spezifischer Produkte dienen oder exklusiv durch den Hersteller durchgeführt werden (Produkt- / Herstellerschulungen),
  • individuell für den Betrieb angepasste Fortbildungen, die nicht zu Festpreisen am Markt angeboten werden und deren Angebot der Allgemeinheit nicht öffentlich zugänglich ist,
  • Fernlehrgänge zur beruflichen Weiterbildung, wenn sie nicht von der Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen sind und eine ZfU-Nummer haben,
  • den Erwerb- und die Erweiterung von Fahrerlaubnissen und Fahrausweisen jedweder Art (bspw. Fahrausweise für Flurförderzeuge, Erdbaumaschinen, Krane),
  • esoterische Weiterbildungsangebote (Reiki, Geistheiler usw.),
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf einen akademischen Abschluss zielen,
  • Kurse, die Beschäftigte bei ihrem Beschäftigungsunternehmen belegen,
  • Weiterbildungen von Beschäftigten, die dem Grunde nach einen Anspruch auf staatliche Förderung dieser Weiterbildungsmaßnahmen haben, wie z. B. nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG/ Aufstiegs-BAföG) oder von denen vorrangig die Bildungsprämie des Bundes zu nutzen ist,
  • Weiterbildungen, deren Kosten (Teilnahme- / Prüfungskosten) teilnehmerbezogen durch die öffentliche Hand kofinanziert werden,
  • Weiterbildungen für Beschäftigte, die nach § 81 ff. SGB III bereits gefördert werden,
  • Weiterbildungen, die von Bundes- oder Landesbehörden durchgeführt werden,
  • Weiterbildungen in Form von Einzelunterricht,
  • Weiterbildungsveranstaltungen mit einem Umfang von bis zu sechs Unterrichtsstunden,
  • Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Kongresse, Messen, Vortragsreihen; dazu gehören auch Seminarreihen, wie sie z. B. als drei- bis vierstündige Mitarbeiterseminare für Steuerberater angeboten werden. Solche Seminarreihen entsprechen nicht dem Verständnis beruflicher Weiterbildung beim Bildungsscheck.
  • Prüfungsgebühren ohne eine damit verbundene Kursteilnahme ebenso wie Wiederholungsprüfungen
Einsatz des Bildungsschecks bei Fernunterricht, Webinaren, E-Learning oder Blended Learning Angeboten

Sofern die Angebote den Anforderungen nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) genügen, kann der Bildungsscheck grundsätzlich eingesetzt werden. Nach dem FernUSG müssen Fernlehrgänge neben der Bereitstellung von Lehr- /Lernmitteln auch eine begleitende Unterstützung und Erfolgskontrolle (begleitender Unterricht) umfassen und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZfU) in Köln zugelassen (Zulassungsnummer!) sein. Die alleinige Zurverfügungstellung von Lehr-/Lernmaterialien oder Kurse ohne Zulassung entsprechen dem nicht.

Blended-Learning und E-Learning Seminare oder Webinare unterliegen nicht dem FernUSG, sofern hier anders als beim Fernunterricht keine asynchrone, sondern eine synchrone Kommunikationsform realisiert wird oder weniger als die Hälfte der Kenntnisse mit Hilfe von Medien realisiert wird. Hierfür kann der Bildungsscheck grundsätzlich eingesetzt werden.

Definition i. S. d. Fernunterrichtsschutzgesetzes § 1 Abs. 1: „Die Lehrenden und die Lernenden sind ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt, wenn mehr als die Hälfte (> 50%) der Kenntnisse und Fähigkeiten mithilfe von Medien (z.B. Lehrbriefe etc.) vermittelt wird, bei denen ein asynchroner Informationsaustausch vorliegt. Bei einem „virtuellen Klassenraum“ oder anderer synchroner Kommunikation (z.B. Live-Chat) ist jederzeit ein Kontakt wie in Präsenzveranstaltungen möglich, so dass eine „räumliche Trennung“ i. S. des Gesetzes nicht gegeben ist, obwohl Lernende und Lehrende sich an unterschiedlichen Orten aufhalten. Bei asynchronem Austausch (z. B. Weblog, Forum, Wiki als Lernhilfe etc.) ist die Voraussetzung der „räumlichen Trennung“ i. S. d. FernUSG gegeben. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit das Forum mit Fragen zu bestücken und Kommentare abzugeben. Die Möglichkeit, einer simultanen Antwort besteht nicht.“ (Quelle: www.zfu.de/fernunterricht.html).

Kann der Bildungsscheck auch für den Bildungsurlaub genutzt werden?

Ja, der Bildungsscheck kann auch für Angebote nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW ausgegeben werden, wenn es sich um Angebot zur beruflichen Weiterbildung handelt. Auch hier muss sichergestellt sein, dass mit dem Bildungsscheck nicht Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung bezuschusst werden, sondern ausschließlich Teilnahme- und Prüfungsentgelte sowie ggfs. die Anmeldegebühren für berufliche Weiterbildungen.

 

Weitere Informationen zum Bildungsurlaub NRW

Wie erhalte ich den Bildungsscheck NRW?

Die Beratungsstellen für den Bildungsscheck in NRW

Der Bildungsscheck NRW ist ausschließlich in den vom Land zugelassenen Beratungsstellen erhältlich. Er kann nur persönlich beantragt werden.

Alle Bildungsscheck-Beratungsstellen in NRW finden Sie über unser Portal. Sowohl für individuelle wie auch für betriebliche Bildungsschecks empfehlen wir, zunächst telefonisch einen Termin mit der ausgesuchten Beratungsstelle zu vereinbaren.

Weitere Informationen zum Bildungsscheck NRW erhalten Sie hier:

www.arbeit.nrw.de

Informationen für Weiterbildungsanbieter

Was müssen Weiterbildungsanbieter beachten, wenn sie einen Bildungsscheck annehmen?

Mit dem Bildungsscheck gewährt das Land NRW mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Beschäftigten und Unternehmen einen Zuschuss zu den Ausgaben für die berufliche Weiterbildung. Der Bildungsscheck wird von Bildungsscheckberatungsstellen für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben. Die Kursentgelte im Sinne des Bildungsschecks umfassen nur die Teilnahme- und Prüfungsentgelte sowie ggfs. Anmeldegebühren und Zertifikatskosten, nicht jedoch Fahrtkosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Weiterbildungsanbieter können den Bildungsscheck annehmen, wenn

  1. er möglichst innerhalb der auf dem Bildungsscheck eingetragenen Gültigkeitsdauer bei Ihnen eingereicht wird und der Kurs frühestens am Tag nach der Beratung in der Bildungsberatungsstelle beginnt (Ausstellungsdatum auf dem Bildungsscheck),
  2. ihre Einrichtung auf dem Bildungsscheck als Anbieter vermerkt ist,
  3. das zu buchende Weiterbildungsangebot inhaltlich das auf dem Bildungsscheck aufgeführte Weiterbildungsthema abdeckt,
  4. die Weiterbildung für die Person erbracht werden soll, die auf dem Bildungsscheck namentlich benannt ist,
  5. das ermäßigte Kursentgelt von dem Unternehmen bzw. der den Bildungsscheck einreichenden Person gezahlt wird.

Eine Erstattung des Bildungsschecks ist ausgeschlossen, wenn

  • der Bildungsscheck unvollständig ausgefüllt ist (fehlende Angaben zur Person, fehlende Unterschriften),
  • der Kurs bereits vor der Ausstellung des Bildungsschecks bzw. am Tag der Ausstellung begonnen hat,
  • die Weiterbildungskosten zusätzlich teilnehmerbezogen gefördert werden, z. B. durch einen Prämiengutschein.
Wie wird der Bildungsscheck vom Weiterbildungsanbieter eingelöst?

Der Weiterbildungsanbieter stellt einen Antrag an die zuständige Bewilligungsbehörde (Bezirksregierungen in NRW) auf Erstattung von 50 % des jeweils förderfähigen Kursentgeltes. In Abhängigkeit von dem auf dem Bildungsscheck ausgewiesenen Betrag sind dies max. 500,- € pro Bildungsscheck (für Bildungsschecks, die ab 2015 ausgegeben wurden).

Zur Verwaltungsvereinfachung sollten Weiterbildungsanbieter die bei ihnen eingereichten Bildungsschecks sammeln und bis spätestens sechs Monate nach dem Beratungsdatum zur Abrechnung einreichen. Die Kurse, für die die Erstattung beantragt wird, müssen begonnen haben.

Dem Antrag sind für die Erstattung jedes Bildungsschecks jeweils beizufügen:

  • der Bildungsscheck,
  • ein Beleg (ggf. Buchhaltungsauszug oder vergleichbare Belege) über die Zahlung der ermäßigten Kursentgelte; Rechnungsempfänger ist im betrieblichen Zugang das Unternehmen, im individuellen Zugang die auf dem Bildungsscheck eingetragene Person. Der Bildungsscheck wird auf Grundlage der Kosten pro Teilnehmer/-in abgerechnet. Gruppenpreise sind auf die Gesamtzahl der Teilnehmer/-innen umzulegen. Bei vereinbarter Ratenzahlung kann der Bildungsscheck abgerechnet werden, wenn mindestens der zu erbringende Eigenanteil in der Förderhöhe des Bildungsschecks nachgewiesen wird.
  • ein Auszug aus dem Seminar-/Kursprogramm, aus dem sich Inhalt und Gesamtkosten der Weiterbildungsmaßnahme ergeben.

Ein Rechtsanspruch auf Erstattung besteht nicht.

Ausführliche Informationen über das Bildungsscheckverfahren, die Antragsformulare und eine Adressliste mit den Bewilligungsbehörden erhalten Sie unter: www.mais.nrw im Bereich "Europäischer Sozialfonds" unter dem Punkt 3.2.

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